Das Winterthur Urban Forum bietet eine Plattform, die den aktuellen Stand der internationalen Diskussion in Bezug auf die Entwicklung mittelgrosser und kleinerer Städte darstellt. Die einzelnen Referate und Ateliers bzw. Workshops reflektieren einerseits den aktuellen Fachdiskurs, bieten aber auch breiten Kreisen von Interessierten Gelegenheit, sich über relevante Themen der Stadtentwicklung zu informieren. Es bietet ein vielfältiges Programm an Vorträgen, Ateliers, Workshops, künstlerischen Interventionen und Dokumentarfilmen. Bewusst wird ein interdisziplinärer und transdisziplinärer Ansatz für die Erschliessung der einzelnen Themenbereiche gewählt.

Am ersten Tag standen die aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung im Mittelpunkt. Den Spannungsfeldern von globalen und lokalen sowie aktuellen politischen Entwicklungen wurden Lösungsansätze entgegengesetzt, die auf Kreativität, Austausch und Beteiligung basieren. Stadtentwicklung, Stadtleben und Stadtkultur stellen die Auseinandersetzung von Experten sehr unterschiedlicher Fachbereichen dar. Zum Beispiel die Zusammenarbeit von Architekten und Soziologen, von Stadtplanern und Unternehmer, von Immobilienverwalter und Bevölkerungsvereinigungen. Bewusst haben die Programmleiterinnen des Forums gewagt bekannte Experten aus unterschiedlichen Bereichen, mit unterschiedlichen Interessen und Sichtweise ins Gespräch zu führen und über die oft paradoxen Situationen der Stadtentwicklung miteinander sprechen zu lassen.

Der zweite Tag war geprägt durch zukünftige Szenarien und Entwicklungsmodelle sowie vielfältigen Praxisbeispielen aus dem In- und Ausland - von einer umgenutzten Werft in Amsterdam bis hin zur Genossenschaft Kalkbreite in Zürich. Einen Höhepunkt setzte der Vortrag des Philosophen Peter Sloterdijk am Freitagabend. Sloterdijk spannte den Bogen der Urbanität zurück zu den anthropologischen Grundlagen von Städten - als Orte des Handels, Austauschs und Bewirtung sowie auch der Erholung und des sicheren Rückzugs. Der zweite Tag steht im Zeichen der Chancen und Risiken, die sich Städten in der Zukunft bieten. Wie kann die Kultur der Städte, die in der Regel stärker und dauerhafter ist als politische oder wirtschaftliche Systeme, in die Zukunft geführt werden? In den Teilsessions und Ateliers werden aktuelle Konzepte, Modelle, Initiativen und Erfahrungen vertieft diskutiert

Eine Beispiel für eine Option hierfür besteht darin, die Bevölkerung der Städte vermehrt in die Planung und Umsetzung direkt mit einzubinden. Partizipation und Selbstgestaltung sind in vielerlei Formen denkbar. Welche Erfahrungen wurden bisher damit gemacht, welche neuen Modelle finden sich heute bereits?

Programmleitung und Projektleitung: Tania Longhitano
Programmentwicklung: Sarah Asseel

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WINTERTHUR

URBAN FORUM

STÄDTE DER ZUKUNFT.

STÄDTE DER NÄHE.


2015
TANIA LONGHITANO

SARAH ASSEEL

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Ort: Winterthur

Rolle: Beratung Programmentwicklung und Kuratorin

Auftraggeber: ZHAW

 

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